Röbi und die Reformanzen

Ein Bericht von René Mettler zur Aufführung vom 26. Mai 2018 in der „Denk-bar“

Drei evangelische Pfarrerinnen haben sich gewagt, anlässlich des städtischen Tages der «Gasterei und Handwerk vor 500 Jahren» in der «Denk-bar» auf einer kleinen Bühne mit Musik aus hervorragender musikalischer Begleitung der neueren Zeit und mit kirchlichen Melodien aus älterer Zeit mit neuen Texten aufzutreten.

Das Thema war auf den ersten Anschein bescheiden: «Reformanzen». Die gesungenen und gesprochenen Texte waren philosophisch, aber äusserst beeindruckend und sind wichtig für unsere heutige Zeit.

Bei uns ist es noch gar nicht so lange her, als es im Zivilgesetzbuch hiess: «Das Weib ist dem Mann untertan.» Ich hab die Zeit noch erlebt. Sogar Saudi Arabien erlaubt es künftig Frauen, ein Auto zu lenken (sic!).

Die Vorführung ist für mich interreligiös und wichtig für das friedliche Zusammenleben unter Menschen unterschiedlicher Chromosomen und Religionen. Es ist politisch völlig parteiunabhängig.

Ich empfand es persönlich als Befreiungsschlag für den Frieden, unter Frau und Mann sowie unter den Religionen. Zeitgemäss eben. Die «Denk-bar» war denkbar voll, zu wenig Sitzplätze, Publikum auf der Terrasse, weshalb die Türen offengeblieben sind.